Boxermotor
Der Boxermotor ist die
traditionelle Bauform des Motors bei Porsche. Abgeleitet aus dem
KdF-Wagen Typ 60, später allgemein als VW-Käfer
bekannt. Die Zylinder
liegen sich um 180 Grad gegenüber und sind etwas versetzt
zueinander angeordnet. Durch diese flache, kurze Bauweise werden ein sehr
tiefer Schwerpunkt und eine hohe Laufruhe erzielt.
Legendär sind die
luftgekühlten Porsche-Motoren mit vier und sechs Zylindern, die in
den Baumustern 356 und 911 eingesetzt wurden. Heute werden die
wassergekühlten, leichten und leistungsstarken
6-Zylinder-Boxermotoren bei den Boxster, Cayman und 911
Modellen eingesetzt.
Carrera
Modellbezeichnung aus dem
spanischen; sprich: karrera = Lauf, Wettlauf, Rennen.
CS
Abkürzung für
Clubsport.
Clubsportpaket
Wahlweise erhältlich –
für zusätzlichen Schutz bei Einsätzen auf der Rundstrecke. Es besteht aus einem mit der
Karosserie verschraubten Überrollkäfig hinter den
Vordersitzen, 6-Punkt-Gurten,
einem beigelegten Feuerlöscher mit Halterung sowie einer
Vorrüstung für den Batteriehauptschalter. Dieser
ist separat über die Porsche Motorsport Abteilung bestellbar,
ebenso der Käfigbügel
vorne für Motorsportveranstaltungen mit FIA-Zulassung. Die Sportschalensitze mit
Thorax-Airbags sind zudem mit einem schwer entflammbaren Material
bezogen.
DME
Digitale Motor Elektronic.
Die Motorelektronik sorgt
dafür, dass der Motor unter allen Betriebsbedingungen optimal
arbeitet. Sie regelt alle dem Motor direkt zugeordneten
Funktionen und Baugruppen. Das Ergebnis: ein Optimum an Leistung und Drehmoment bei niedrigen
Verbrauchs- und Emissionswerten. Eine wichtige weitere Funktion: die
zylinderselektive Klopfregelung. Da nie alle 6 Zylinder unter exakt den
gleichen Bedingungen
arbeiten, werden sie von der Klopfregelung einzeln überwacht. Im
Bedarfsfall wird der Zündzeitpunkt
individuell verschoben. Das vermeidet die Schädigung eines
Zylinders oder Kolbens bei hohen Drehzahlen und Lasten. Die
On-Board-Diagnose nach europäischem Standard erkennt eventuell
auftretende Fehler und Defekte
im Abgas- und Kraftstoffsystem frühzeitig und zeigt sie
während der Fahrt an. Das vermeidet erhöhten Schadstoff- ausstoß und
unnötigen Kraftstoffverbrauch.
EMS
Einmassenschwungrad. Siehe ZMS.
LSA
Leichtbau-Stabilität-Agilität. Diese Art der Hinterachse ist eine
im Rennsport erprobte Mehrlenkerachse mit Fahrschemel im LSA-Konzept
(leicht, stabil, agil)
– für hervorragende Fahrdynamik. Die Grundkinematik reduziert das
Einfedern des Fahrzeugs beim Beschleunigen deutlich.
Leichtbaufederbeine mit Aluminium-Dämpfern an der Hinterachse
steigern zusätzlich die Agilität. Konsequenter Leichtbau hält
das Gesamtgewicht und das Gewicht der ungefederten Massen niedrig.
Spurwechsel erlaubt
das Fahrwerk selbst bei hohen Geschwindigkeiten sicher und harmonisch.
Das Eintauchen der Karosserie beim Anfahren und Bremsen sowie die
Neigung in Kurven sind minimal. Abrollgeräusche oder Vibrationen
ebenfalls.
McPherson
Achse
Die McPherson Achse ist eine
Konstruktion an der Vorderachse zur Federung von Fahrzeugen. Es besteht
aus Feder, Stoßdämpfer
und Achsschenkel. Zusammen mit dem Querlenker, der Schubstrebe und der
Spurstange stellt es ein komplett drehbares
Radaufhängungssystem dar. Die Vorteile des Prinzips einer
McPherson Achse sind geringe ungefederte Massen, eine große
Abstützbasis, niedrige
Kräfte und geringer Raumbedarf. Fahreigenschaften und Komfort
werden positiv beeinflusst – es resultieren eine präzise
Radführung und hohe Agilität bei äußerst geringen
Störeinflüssen.
Mittelmotor
Von einem Porsche erwartet man
eine extrem sportliche Performance. Um diese zu erzielen, setzten die
Ingenieure auf ein
Erfolgsrezept, das bereits im Porsche 356 Nr. 1 zum Einsatz kam: das
Mittelmotorkonzept. Dabei liegt das Triebwerk vor der Hinterachse und
verschiebt so den Schwerpunkt zur Mitte des Fahrzeugs. Mit
atemberaubenden Auswirkungen
auf Dynamik und Agilität.
Die Idee des
Mittelmotorkonzepts: Das Triebwerk liegt – wie der Name schon sagt – in
der Mitte des Fahrzeugs, zwischen Vorder- und Hinterachse.
Damit befindet sich auch der Schwerpunkt des Fahrzeugs in diesem
Bereich – ein Vorteil,
der sich insbesondere bei Kurvenfahrten bemerkbar macht: Die Neigung
zum Untersteuern wie zum Übersteuern wird deutlich
reduziert.
Die Grundlage dafür
liefern die flache Bauweise des Boxermotors und die Konzentration der
Masse zur Fahrzeugmitte und
zur Fahrbahn hin. Sie ermöglichet eine neutrale Gewichtsverteilung
– und damit hervorragende fahrdynamische Voraussetzungen für eine
ausgeglichene Fahrzeugbalance.
Bei aller Agilität und
Dynamik bietet die Idee des Mittelmotors einen interessanten
Nebeneffekt: Die zentrale Lage des Motors ermöglicht
zusätzlich zum Kofferraum im Bug einen zweiten im Heck. Damit
erhöht sich die Alltagstauglichkeit
zusätzlich – und schafft eine beeindruckende Synthese aus
Funktionalität und Fahrspaß.
PASM
Porsche-Active-Suspension-Management.
Das optionale PASM, ein elektronisches System zur Verstellung der Stoßdämpfer, wurde an
die höhere Leistung der neuen Boxster Modelle angepasst. Es regelt
aktiv und kontinuierlich die Dämpferkraft – ab-
hängig von Fahrweise und Fahrsituation – für jedes einzelne
Rad. Zusätzlich ist die Karosserie um 10 mm abgesenkt.
Der Fahrer kann zwischen 2
Programmen wählen: Im Normalmodus ist die Dämpfung
sportlich-komfortabel, im Sportmodus sportlich-straff. Je
nach gewähltem Modus ist das PASM damit sportlicher oder
komfortabler als das Serienfahrwerk.
Abhängig vom eingestellten Modus und dem Fahrzustand wählt
das System innerhalb der beiden Kennlinienfelder automatisch die
optimale Dämpferhärte aus. Sensoren erfassen die
Karosseriebewegungen, z.B. beim starken Beschleunigen, Bremsen oder auf
unebener Fahrbahn. Das
Steuergerät stimmt in Abhängigkeit vom gewählten Modus
die Dämpferhärte gezielt ab: für noch weniger Wankund Nickbewegungen und mehr Kontakt
jedes einzelnen Rades zur Straße.
PCM
Porsche Communication
Management. Zentrale Steuereinheit für Audio, Navigation und
Kommunikation. Hauptmerkmal
ist ein 6,5 Zoll großer Farbbildschirm. Die Besonderheit: der
Touchscreen mit einer dauerhaltbaren, leicht zu reinigenden Beschichtung.
Die Anwendung ist funktionell, innovativ und einfach. Die Darstellung
ist sehr
übersichtlich – maximal 5 Listeneinträge pro Seite
ermöglichen eine sichere und schnelle Bedienung.
Für Radiohörer gibt
es bis zu 48 Speicherplätze, einen FM-Doppeltuner mit RDS und der
neuesten Generation der Diversity-Funktion,
die im Hintergrund ständig die beste Frequenz des gewählten
Senders sucht. Das integrierte Single-CD-/-DVD-Laufwerk
unterstützt das MP3-Format und kann in Verbindung mit dem
optionalen BOSE® Surround Sound-System auch die Musik von
Audio- und Video-DVDs im 5.1 Discrete Surround-Format wiedergeben.
Optional ist auch
für das PCM ein integrierter Sechsfach-CD-/-DVD-Wechsler mit der
Möglichkeit der MP3-Wiedergabe erhältlich.
PDK
Porsche-Doppel-Kupplungssystem.
Das optionale PDK mit Handschalt- und Automatikmodus ermöglicht
extrem schnelle Schaltvorgänge
ohne Zugkraftunterbrechung – jederzeit. Für deutlich verbesserte
Beschleunigungswerte und niedrigen Verbrauch – ohne auf den
Komfort einer Wandlerautomatik verzichten zu müssen.
Das PDK besteht quasi aus 2 in
einem Gehäuse integrierten Teilgetrieben. 2 Getriebe erfordern 2
Kupplungen – hier als
im Ölbad laufende Nasskupplungen ausgelegt. Diese Doppelkupplung verbindet die
beiden Teilgetriebe über 2 separate Antriebswellen (Antriebswelle
1 läuft in der
hohlgebohrten Antriebswelle 2) abwechselnd kraftschlüssig mit dem
Motor. Der Kraftfluss
des Motors läuft so immer nur über ein Teilgetriebe und eine
Kupplung, während der nächste Gang im 2. Teilgetriebe bereits
vorgewählt ist. Beim Gangwechsel wird somit nicht mehr geschaltet,
sondern nur noch die eine
Kupplung geöffnet und die andere gleichzeitig geschlossen. So
geschehen Gangwechsel innerhalb von Millisekunden.
PSM
Porsche Stability Mangament.
Das serienmäßige PSM ist ein automatisches Regelsystem zur
Stabilisierung im fahrdynamischen
Grenzbereich. Sensoren messen permanent Fahrtrichtung, Fahr- und
Giergeschwindigkeit sowie Querbeschleunigung. PSM errechnet
daraus die tatsächliche Bewegungs- richtung. Weicht sie von der
gewünschten Spur ab,
initiiert es gezielte Bremsvorgänge an einzelnen Rädern zur
Stabilisierung des Fahrzeugs.
Beim Beschleunigen auf
unterschiedlichen Oberflächen verbessert PSM durch ABD
(automatisches Bremsendifferenzial) und ASR (Antriebsschlupfregelung)
die Traktion. Für mehr Agilität. Im Sportmodus der optionalen
Sport Chrono Pakete
greift PSM später ein – und lässt so vor allem bis ca. 70
km/h mehr Spielraum. Das integrierte ABS kann den Bremsweg nochmals
verkürzen.
RS
RS steht für Rennsport
und zeichnet besonders sprotliche Porsche-Modelle aus. Erstmals
verwendet beim 1973er Carrera
RS.
Schaltwegverkürzung
Für schnelles und
sportliches Schalten: Die verkürzten Schaltwege ermöglichen
noch exaktere Schaltvorgänge und damit ein noch sportlicheres
Fahrerlebnis. Die Schaltwegverkürzung ist mit allen Schalthebeln
aus dem Tequipment Programm
kombinierbar. Die
Schaltwegverkürzung führt zu etwas erhöhten
Kaltschaltkräften.
Empfehlenswertes Zubehör.
Speedster
Kunstwort aus Speed und
Roadster. Besonders sportliche und vormals spartanische Modellreihen.
Sport-Chrono-Paket
Das Sport Chrono Paket
steht für eine noch sportlichere Abstimmung von Fahrwerk und Motor
und zusätzlichen Fahrspaß. Über eine Sporttaste in der
Mittelkonsole wird der Sportmodus aktiviert. Die Folge: noch
schnelleres Ansprechverhalten
des Gaspedals, der Drehzahlabsteller wird härter eingestellt, die
Motordynamik wird rennsportartig
und die optional erhältliche Sportabgasanlage zugeschaltet.
Das optional erhältliche
PASM schaltet in den Sportmodus: für härtere Dämpfung
und direktes Einlenken in Kurven. Und damit für verbesserten
Straßenkontakt. Und gesteigerte Traktion. Im Automatikmodus des optionalen
PDK verschieben sich die Schalt- punkte in den oberen, sportlichen
Bereich. Die Schaltzeiten
werden kürzer, die Schaltvorgänge sportlicher. Schon bei
geringer Verzögerung schaltet eine dynamischere
Bremsenrückschaltung zügig zurück. Im Handschaltmodus
sind die Schaltvorgänge sportlicher, dynamischer.
Das PSM greift im Sportmodus
später ein – für mehr Längs- und Querdynamik. PSM
lässt nun eine sportlichere Fahrweise beim Anbremsen und
Herausbeschleunigen zu – besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten. Noch mehr Agilität bietet der
Sportmodus bei ausgeschaltetem PSM. Es bleibt zur Sicherheit jedoch
stets im Hintergrund
verfügbar und greift automatisch ein, wenn beide Vorderräder
im ABS-Regelbereich sind.
Ein weiterer zentraler
Bestandteil des Sport Chrono Pakets: die schwenkbare Stoppuhr in der
Mitte der Schalttafel mit
analoger und digitaler Anzeige.
Eine Neuheit in Verbindung mit
PDK: die Sport Plus Taste. Mit 2 zusätzlichen Funktionen für
Sportlichkeit an der Grenze
zum Rennsport. Die
erste Funktion „Launch Control“ sorgt für eine
rennstartähnliche Anfahrtsbeschleunigung.
Sound
Package Plus
Hat nichts mit einer
Auspuffanlage zu tun! Ist ein Audiosystem. Optional erhältlich,
auf den Innenraum abgstimmtes
Soundsystem, mittlerweile mit insgesamt 7 Lautsprechern.
Soundeinstellungen erfolgen über das Audiosystem oder im optionalen
Porsche Communication Management vor. Ebenfalls im Lieferumfang
enthalten ist eine
CD-Ablage im Handschuhfach.
Sportabgasanlage/Klappenanlage
Der Porsche Sound – kraftvoll,
kernig, sportlich, und das Beste daran: Er kann noch zulegen. So lautet
der Marketingspruch.
Zutreffend insbesondere für die Modelle ab Typ 996 (die klingen
ohne Klappenanlage nach gar nichts). Je nach Fahrverhalten
verändert sich der Sound (Klappe öffnet oder schließt):
Bei ruhiger Fahrweise bleibt
der Seriensound, bei sportlicher Fahrweise wird der Klang deutlich
rassiger. Eine Taste zur Einstellung der Sportabgasanlage ist in die
Mittelkonsole integriert. Das Sportendrohr ist im Lieferumfang
enthalten.
Sportendrohr
Doppelendrohr in
eigenständigem Design aus Edelstahl. Setzt einen sportlichen
Akzent am Heck. Bringt klanglich allein aber fast nichts.
Targa
Halboffene
Porsche-Konstruktion. Der Begriff Targa kommt aus dem italienischen =
„Schild“, zudem seit 1904 ein Rennen auf Sizilien, die Targa
Florio.
Passt also gut zu Porsche. Wegen verstärkter Sicherheitsdiskussion
in den USA (es gab Überlegungen, Cabrios ganz zu verbieten),
konstruierte Porsche
den 911 in 1965 als eine offene Modellversion mit
Überrollbügel und herausnahmenbaren und vormals zusammenklappbaren Dach. Ab Modell
993 gab es keine "echten" Targas mehr, diese hatten nur noch ein
großes Schiebe-Glasdach.
Tiptronic
S
Bei der Tiptronic S besteht
die Wahl zwischen manuellem Schalten und einem Automatikmodus. In der manuellen Gasse kann mit den Wipptasten im Lenkrad selbst geschaltet werden. Ohne
Kuppeln. Ein Tipp nach oben
zum Hochschalten. Nach unten zum Runterschalten. Das Getriebe reagiert
ohne Zugkraftunterbrechung.
Im Automatikbetrieb werden die
Schaltpunkte zwischen einem Grundschaltprogramm für
ökonomische Fahrweise und einem Sportprogramm für
höchste Fahrdynamik stufenlos verschoben.
Je nach individueller
Fahrweise und Streckenprofil wählt die Tiptronic S
eigenständig die passenden Schaltpunkte. Besonders bei sportlicher Fahrweise
zeigen sich die Vorteile der Tiptronic S. Schnelle Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung
ermöglichen auch im Automatikbetrieb eine sehr agile Fahrweise.
Die spontane Reaktion ist zumindets bei den neueren Modell ab 997 mit einem Porsche Schaltgetriebe
vergleichbar.
Trockensumpfschmierung
Unverzichtbar für
sportliches Fahren: die Ölversorgung. Sie wird auch bei hoher
Quer- und Längsbeschleunigung durch die Trockensumpfschmierung
gesichert. Ölabsaugpumpen und ein externer Öltank, dem
bedarfsgerecht Öl entnommen
und zurückgeführt wird. Für den Motor bedeutet das
eine zuverlässige Ölversorgung des Kurbeltriebs und der
beiden Zylinderreihen. Auch bei sehr hohen
Querbeschleunigungen, beispw. auf der Rennstrecke.
Turbo
Der Turbolader wird auch
Abgasturbolader oder umgangssprachlich als „Turbo“ bezeichnet. Als
Antriebsmittel des Turboladers
werden die Abgase als Energiequelle genutzt. Durch die
Abgasturboaufladung kann das maximale Drehmoment und die maximale
Leistung gesteigert werden. Diese Steigerung erlaubt den
Einsatz eines leistungsstärkeren Motors mit annähernd
gleichen Abmessungen wie beim Ursprungsaggregat oder aber erzielt
eine vergleichbare Leistung aus einer kleineren und leichteren Maschine.
Mit dem ersten 911 Turbo
beginnt 1974 trotz Ölkrise eine neue Ära im Sportwagenbau.
Der Turbo steht für extreme Fahrleistungen. Im Gegensatz zu den
sportlichen Saugmotoren der RS-Modelle, sind die Turbo i.d.R.
komfortabel und
umfangreich ausgestattet (Ausnahme: 964 Turbo S).
Vario-Cam
Plus
VarioCam Plus verstellt die
Einlassnockenwellen und schaltet den Ventilhub der Einlassventile.
Für beste Laufqualität,
günstigen Kraftstoffverbrauch und geringe Schadstoffemissionen.
Und für hohe Leistungs- und Drehmomentwerte. Das 2-in-1-Motorkonzept stellt sich
auf die jeweilige Leistungs- anforderung ein. Die Umschaltung erfolgt unmerklich. Ergebnis: spontane
Beschleunigung, große Laufruhe.
Die Variation der
Einlasssteuerzeiten erfolgt elektrohydraulisch und stufenlos über
einen nach dem Flügelzellenprinzip
arbeitenden Nockenwellenversteller. Für optimale Gasannahme
während der Warmlaufphase wählt VarioCam Plus große
Ventilhübe mit späten Steuerzeiten. Im mittleren Drehzahl- und
niedrigen Lastbereich reduzieren kleine Ventilhübe mit frühen
Steuerzeiten Kraftstoffverbrauch
und Abgasemissionen. Große Ventilhübe erzeugen hohe
Drehmomentwerte und maximale Leistung.
ZMS
Zweimassenschwungrad. Mit der
Modellreihe 964 wurde bei Porsche das Zweimassenschwungrad
eingeführt. Der Grund dafür war, den Schaltkomfort der
gestiegenen Motorleistung entsprechend anzupassen. Die Masse eines
herkömmlichen Schwungrades
wurde geteilt. Eine Kupplungsscheibe ohne Dämpfung übernimmt
das Trennen und Verbinden.
Zu Beginn wurde ein ZMS
der Fa. Freundenberg mit Dämpferelementen aus Gummi verbaut. Durch
Überhitzung löste sich manchmal jedoch diese Gummischicht
ab, was zum Ausfall des Systems führt. Auch Ampelstarts und
Abwürgen des Motors
beschleunigen das Ableben des ZMS. Die durchschnittliche Lebensdauer
eines ZMS liegt bei ca. 80.000 bis 100.000 Km.
1993 wurde das
Zweimassenschwungrad mit Gummidämpfung (System Freudenberg) gegen
das System LUK mit Stahlfederdämpfung
ersetzt (vorher nur beim Turbo verbaut). Dieses System ist wesentlich
robuster und hat eine höhere
Lebensdauer.
Die Vorteile des ZMS:
- weniger Schaltgeräusche
- absorbiert Vibrationen
- erhöhter Schaltkomfort
- geringerer Verschleiß
der Synchronisierung
- Überlastschutz für
den Antriebsstrang
Nachteile:
- ziemlich schwer
- verminderte Antriebsleistung
In den RS Modellen wurde daher
weiterhin ein Einmassenschwungrad (EMS) verbaut. Deutlich leichter,
dadurch spürbarer
Agilitätsgewinn in der Beschleunigung (subjektiv 50 PS, objektiv
natürlich weniger).
Quellen: Porrsche AG, Wikipedia, eigene Ausarbeitung