Die Anlaufphase krönte der neue
Supersportler standesgemäß mit einem Rekord:
Als der Porsche 911 GT3 beim Härtetest auf der Nordschleife, des
Nürburgrings, nach einer Runde die Ziellinie passierte, blieb die
elektronische Zeitmessung bereits bei 7,56 Minuten stehen. Erstmals
hatte
ein Serienfahrzeug in dieser Disziplin die Acht-Minuten-Marke
unterboten und damit den Beweis erbracht: Porsche hat mit dem 911GT3
einen würdigen Nachfolger für den Carrera RS
entwickelt.
Bei der Premiere auf dem Genfer Automobilsalon im März bestaunt erstmals die Öffentlichkeit den "King of Speed", wie das deutsche ,,Auto Magazin" den 911 GT3 adelte. Schon beim Anblick der nackten Zahlen wird man respektvoll in die Schalensitze gedrückt. Von 0 auf 100 km/h katapultiert sich der GT3 in 4,8 Sekunden, nach 15,8 Sekunden streift die Tachonadel die 200km/h-Marke. Seine Sprintqualitäten verdankt er seinem 3,6 Liter-Triebwerk, eine Weiterentwicklung des 6-Zylinder-Aluminium Boxermotors, der dem 911 GT1 zum Le Mans-Sieg führte.
Die Lust der 265 kW (360 PS) auf Tempo ist erst bei
302 km/h
gestillt. Die Kraftübertragung übernimmt ein
Sechs-Gang-Schaltgetriebe, eine Entwicklung, die auf dem 911
GT2-Getriebe basiert. Mit einer optimierten Bremsanlage und noch
besseren Verzögerungswerten als der 911 Turbo sowie einem
tiefergelegten Fahrwerk sorgt Porsche beim GT3 nochmals für bessere
Handlingseigenschaften und hohe aktive Sicherheit.
Der Auftritt des GT3 ist eher bescheiden. Ins Auge fallen vor allem das neue Bugteil, dezente Seitenschweller, ein feststehender Heckflügel, rote Bremssättel sowie 18 Zoll Sport-Design-Leichtmetallräder. Die serienmäßige Reifengröße: vorn 225/40 ZR 18, hinten 285/30 ZR 18. Innen hat der GT3 gegenüber dem 911 Carrera deutlich abgespeckt. Dank der mit Leder bezogenen Kunststoff-Schalensitze verliert er rund 20 Kilogramm Gewicht, weitere acht Kilo durch das Fehlen der kompletten Rücksitz-Anlage.
Die ersten Straßenfahrzeuge -in den USA nicht zu haben - werden in Europa im Mai ausgeliefert. Zudem ist der 911 GT3 auch in einer Clubsport -Variante lieferbar. Besonderes Ausstattungsmerkmal: Der mit der Karosserie verschraubte Überrollbügel, der die Federbeinaufnahmen der Hinterachse zur Stabilisierung mit einbezieht.